KEYLINES UND WASSERRÜCKHALT WIDEMATT MANDACH
Im Gebiet Widematt in Mandach wird ein landschaftsbasiertes Wassermanagement entwickelt, das Oberflächenabfluss bei Starkniederschlägen verlangsamt und Wasser länger in der Landschaft zurückhält. Dazu werden annähernd hangparallel verlaufende Keylines angelegt, welche Oberflächenwasser auffangen, breitflächig verteilen und die Versickerung fördern. Damit sollen Erosion vermindert, das Entwässerungssystem des Dorfes entlastet und die Auswirkungen von Starkregen und Trockenperioden reduziert werden. Ergänzend werden in bestehenden Geländesenken und vernässten Bereichen Kleingewässer zur ökologischen Aufwertung geschaffen.
Erfolgsfaktoren / Erfahrungen
- Die Keylines folgen annähernd den Höhenlinien und weisen lediglich ein minimales Gefälle auf. Dadurch wird Oberflächenabfluss nicht in der Falllinie konzentriert, sondern gebremst und innerhalb der Landschaft verteilt.
- Die geplanten Keylines weisen durchschnittlich rund 1 % Gefälle (0–3 %) auf und werden dauerhaft begrünt. Dadurch wird die Erosionsanfälligkeit innerhalb der Linien minimiert.
- Durch die gestaffelte Anordnung wird die wirksame Hanglänge für den Oberflächenabfluss verkürzt. Wasser kann aufgefangen und in geeigneten Bereichen wieder versickert werden.
- Die Linienführung berücksichtigt die landwirtschaftliche Nutzung. Die Flächen zwischen den Keylines bleiben maschinell und ackerbaulich bewirtschaftbar; durch die Keylines gehen keine Fruchtfolgeflächen verloren.
- Anlage von Stillgewässern zu Förderung stark gefährdeter Amphibienarten wie der Gelbbauchunke und der Geburtshelferkröte.
- Keylines und Stillgewässer werden hydraulisch getrennt. Es ist weder ein gezielter Zufluss aus den Keylines in die Tümpel noch ein Ablauf aus den Tümpeln in die Keylines vorgesehen. Dadurch werden Nährstoff- und Pflanzenschutzmitteleinträge sowie ein Durchströmen der Laichgewässer bei Starkregen vermieden.
- Das Projekt verbindet Wasserrückhalt, Erosionsschutz, dezentralen Hochwasserschutz, landwirtschaftliche Nutzung und Biodiversitätsförderung und wird als landwirtschaftliche Strukturverbesserung im Bereich Boden und Wasserhaushalt betrachtet.
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Umgesetzte Kleingewässer @apiasterGmbH -

Fläche für geplante Keylines @apiasterGmbH
Kurzbeschrieb
Standort
Stand
- in Planung
Kontakt
Projektpartner
- Jurapark Aargau
- Gemeinde Mandach
- Grundeigentümerin und Bewirtschafterin
Kosten und Finanzierung
Die Kosten der baulichen Massnahmen werden mit rund CHF 165’000.– angegeben. Für die Keylines als landwirtschaftliche Strukturverbesserungsmassnahme ist ein Beitragsgesuch vorgesehen. Planung und Umsetzung der flankierenden Massnahmen wie Weiher und Bepflanzung ist finanziert über das Naturschutzprogramm des Kantons Aargau, sowie diverse Fonds und Stiftungen.
Projektpläne
Externe Links