Wissenschaftliche Projekte
Forschung und Projekte, die Wirkung sichtbar macht
Schwammlandmassnahmen greifen in komplexe Wasser-, Boden- und Landschaftsprozesse ein. Ihre Wirkung lässt sich deshalb nicht pauschal beurteilen. Wissenschaftliche Projekte helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen: Sie messen, modellieren und vergleichen, wie Massnahmen den Wasserrückhalt, die Bodenfeuchte, den Abfluss oder die Biodiversität beeinflussen. Die Übersicht zeigt laufende und abgeschlossene Projekte in der Schweiz und anderen Ländern, die Grundlagen für Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von Schwammlandmassnahmen- und Projekten liefern.
Das Projekt IAWAK-EE (Informationsgestützte antizipative wasserhaushaltsbasierte Anpassung an den Klimawandel Elbe-Elster) entwickelt in der Modellregion Elbe-Elster entscheidungsrelevantes Wissen für die Anpassung an den Klimawandel. Ziel ist es, Kommunen und Regionen mit informationsgestützten Grundlagen zu unterstützen und konkrete Massnahmen für einen nachhaltigen Wasserhaushalt und die Klimaanpassung zu erarbeiten.
Wasserrückhalt auf Landwirtschaftsfeldern als Trockenheitsmassnahme: Hydrologische Wirkung von Keyline-Systemen
Eid. Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft
2025-2029
In diesem Projekt wird die Wasserretention in der Landwirtschaft mithilfe von Keyline-Design-Massnahmen untersucht und bewertet. Geplant ist eine mehrjährige Feldstudie auf einer Landwirtschaftsparzelle mit Multisensor-Bodenfeuchtemonitoring. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Keyline-Systemen in Dürresituationen aufzuzeigen.
Die Berner Fachhochschule untersucht in einem mehrjährigen Forschungsprojekt die Wirkung künstlicher Biberdämme in Fliessgewässern. Ziel ist es, deren Einfluss auf Wasserrückhalt, Abflussdynamik und Biodiversität zu analysieren und aufzuzeigen, wie solche Strukturen zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können. Dafür werden geeignete Bachabschnitte im Kulturland gesucht, an denen künstliche Dämme gebaut und wissenschaftlich begleitet werden.
Das Forschungsprojekt Klimawald 2100 untersucht, wie Wälder an die Folgen des Klimawandels angepasst und ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt werden können. Im Mittelpunkt stehen der Wasserhaushalt, die Entwicklung klimastabiler Waldökosysteme, die Biodiversität auf Störungsflächen sowie gesellschaftliche Aspekte der Waldbewirtschaftung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Wälder den Wasserrückhalt verbessern, zur Grundwasserneubildung beitragen und den dezentralen Hochwasserschutz unterstützen können.
max.moor: Klimaschutz durch Hochmoorschutz – CO2-Kompensation durch Hochmoorrenaturierung in der Schweiz
Eid. Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft
2015-2033
Das Projekt „max.moor“ entwickelt einen Standard zur CO₂-Kompensation durch die Wiedervernässung von Hochmooren in der Schweiz. Es zeigt auf, wie viel CO₂-Emissionen durch Renaturierung vermieden werden können und ermöglicht es, diese Einsparungen als Kompensationsleistung anzurechnen. Gleichzeitig fördert der Ansatz Biodiversität, Wasserrückhalt und Hochwasserschutz und schafft eine zusätzliche Finanzierungsquelle für den Moorschutz.
Das Projekt FuturePeat erforscht nachhaltige Zukunftsstrategien für Moorlandschaften in der Schweiz. Ziel ist es, Biodiversität zu erhalten, CO₂-Emissionen zu reduzieren und Wasserressourcen zu schützen, während gleichzeitig eine angepasste landwirtschaftliche Nutzung – etwa durch Paludikultur – ermöglicht wird. In enger Zusammenarbeit mit Praxis, Politik und Gesellschaft werden umsetzbare Lösungen für eine langfristig ausgewogene Bewirtschaftung entwickelt.
Das Projekt ForPeat entwickelt innovative und nachhaltige Bewirtschaftungsansätze für bewaldete Moorgebiete mit Fokus auf Wiedervernässung und Wasserschutz. In sogenannten Living Labs werden Massnahmen zur Förderung von Klimaschutz, Biodiversität und Ökosystemfunktionen untersucht. Gleichzeitig analysiert das Projekt Kohlenstoffbindung, Stoffkreisläufe und wirtschaftliche Aspekte und liefert Grundlagen sowie Empfehlungen für Praxis und Politik.
Regionaler Ansatz für Biodiversitätsvisionierung und PolitikintEgration (RABE)
Eid. Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft
2025-2029
Das Projekt RABE initiiert in der Region Lenzburg Seetal einen partizipativen Aushandlungsprozess zur Entwicklung naturnaher Flächen. Mithilfe von Karten und Ansätzen des sozialen Lernens erarbeiten verschiedene Anspruchsgruppen eine gemeinsame Vision für Landschaft und Landwirtschaft. Ziel ist es, integrative Lösungen und Instrumente zu entwickeln, die Biodiversität fördern, Nutzungskonflikte reduzieren und die Akzeptanz in der Region stärken.
Kooperative Massnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft
Agroscope
2025-2029
Das Projekt untersucht, wie eine koordinierte Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen die Biodiversität wirksamer fördern kann. Es analysiert ökologische Effekte, Kosten sowie Anreiz- und Governance-Modelle und entwickelt praxistaugliche Ansätze, um die Zusammenarbeit zwischen Betrieben zu stärken. Ziel ist es, Massnahmen zu identifizieren, die sowohl ökologisch wirksam als auch für Landwirt:innen attraktiv und umsetzbar sind.
Das Projekt „Open Workroom Sponge Landscapes“ bringt Akteure aus ganz Europa zusammen, um Ansätze für wasserspeichernde Landschaften („Schwammlandschaften“) zu entwickeln und umzusetzen. Im Fokus stehen zahlreiche kleinräumige Massnahmen, die gemeinsam den Wasserrückhalt stärken, Biodiversität fördern und die Resilienz gegenüber Klimawandel erhöhen. Durch Austausch, Workshops und Kooperationen werden praxisnahe Lösungen und sektorübergreifende Partnerschaften aufgebaut.
Das EU-Projekt OPTAIN untersucht, wie Wasser und Nährstoffe in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten besser zurückgehalten und wiederverwendet werden können. Ziel ist es, wirksame und standortangepasste Massnahmen zu identifizieren und deren Kombination ökologisch und ökonomisch zu optimieren. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz gegenüber Klimawandel, zur Förderung der Biodiversität und zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft.
Im Reallabor Jurapark Aargau werden gemeinsam mit Forschung und Praxis konkrete Massnahmen für eine nachhaltige Landschaftsentwicklung erprobt. Im Realexperiment «Keyline – Vom Regen zur Ressource Wasser» wird untersucht, wie Regenwasser gezielt gelenkt, im Boden gespeichert und Erosion reduziert werden kann. Dabei kommen innovative Methoden wie Drohnenmessungen, Bodensensoren und partizipative Planungsansätze zum Einsatz.
Das Projekt Schwammbox untersucht, wie wirksam sogenannte Schwammflurmassnahmen Wasser in der Landschaft speichern und bei Bedarf wieder abgeben können. Durch Messungen von Bodenfeuchte und Wasserständen sowie deren Auswertung in Modellen wird der Wasserhaushalt besser verstanden. Dabei leisten auch lokale Akteur:innen einen wichtigen Beitrag, indem sie vor Ort Daten erheben. Ziel ist es, die Resilienz gegenüber Hochwasser und Dürre zu stärken und die Wirkung von Massnahmen praxisnah zu bewerten.
boden:ständig ist eine Plattform, die lokale Akteur:innen dabei unterstützt, konkrete Probleme wie Überschwemmungen, Erosion oder Wassermangel gemeinsam anzugehen. Im Zentrum stehen praxisnahe Massnahmen, mit denen Landwirte und Gemeinden den Wasserabfluss bremsen und die Wasserspeicherung in der Landschaft verbessern. Durch die Zusammenarbeit vor Ort und ein wachsendes Netzwerk werden nachhaltige Lösungen entwickelt und umgesetzt.
Das Projekt im Naturpark Soonwald-Nahe fördert den flächigen Wasserrückhalt als Antwort auf zunehmende Extremereignisse wie Hochwasser und Trockenheit. Ziel ist es, Akteur:innen aus Land- und Forstwirtschaft für die Bedeutung des Wasserrückhalts zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dazu werden Wissen vermittelt, ein regionales Netzwerk aufgebaut sowie praxisnahe Massnahmen entwickelt und beispielhaft umgesetzt.
SpongeScapes ist ein europäisches Forschungsprojekt im Rahmen von Horizon Europe, das darauf abzielt, die Wasserspeicherfunktion von Landschaften systematisch zu verbessern.Das Projekt entwickelt wissenschaftliche Grundlagen, Planungsansätze und konkrete Werkzeuge, um Regionen widerstandsfähiger gegenüber Extremereignissen wie Starkregen, Überschwemmungen und Dürren zu machen. Dabei werden Modellregionen in Europa genutzt, um naturbasierte Lösungen gemeinsam mit Praxisakteuren zu testen und in die Anwendung zu bringen.
SpongeWorks ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprojekt im Rahmen von Horizon Europe das darauf abzielt, die natürliche Wasserspeicherfähigkeit von Landschaften zu stärken. Das Projekt wird in drei europäischen Modellgebieten (Frankreich, Griechenland und Niederlande/Deutschland) umgesetzt und gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickelt. Ziel ist es, wirksame und wirtschaftlich tragfähige Strategien für ein klimaresilientes Wassermanagement zu erarbeiten und diese europaweit übertragbar zu machen.
SpongeBoost ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprojekt im Rahmen von Horizon Europe, das darauf abzielt, die Fähigkeit von Landschaften zur Wasserspeicherung gezielt zu stärken und zu skalieren. Im Zentrum steht die Frage, wie sich sogenannte „Sponge-Funktionen“ – also die Fähigkeit von Böden, Vegetation und Gewässern, Wasser aufzunehmen, zu speichern und verzögert abzugeben – in unterschiedlichen Landschaftstypen systematisch verbessern lassen. Dazu werden Pilotregionen genutzt, in denen konkrete Massnahmen entwickelt, getestet und gemeinsam mit Praxisakteuren weiterentwickelt werden.
ACLIMO ist ein grenzüberschreitendes Interreg-ALCOTRA-Projekt zwischen Frankreich und Italien, das alpine Schutzgebiete dabei unterstützt, sich an den Klimawandel und die zunehmende Wasserknappheit anzupassen.
Im Zentrum stehen die Analyse von Klimaauswirkungen auf Ökosysteme, der Schutz von Feuchtgebieten und Alpwirtschaft sowie die Entwicklung gemeinsamer Methoden zur Beobachtung und besseren Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Ziel ist es, die Resilienz der alpinen Landschaften und Nutzungen langfristig zu stärken.
BECCA ist ein grenzüberschreitendes Interreg-ALCOTRA-Projekt zwischen Frankreich und Italien, das sich mit der klimawandelangepassten Planung, Gestaltung und Sicherheit von kleinen und mittleren Wasserspeichern in alpinen Räumen beschäftigt.
Im Zentrum steht die Entwicklung nachhaltiger und sicherer Retentionsbecken, die möglichst naturverträglich in die Landschaft integriert werden und gleichzeitig die Auswirkungen von Trockenheit und Wasserknappheit abmildern. Das Projekt kombiniert ingenieurtechnische Ansätze mit naturbasierten Lösungen und entwickelt Methoden zur Risikobewertung sowie zur Anpassung von Schutz- und Raumplanungsinstrumenten. Ziel ist es, sowohl die Versorgungssicherheit mit Wasser zu verbessern als auch die ökologische Verträglichkeit und Sicherheit bestehender und neuer Speicherinfrastrukturen zu erhöhen
Forschungsinitiative Blue Green Biodiversity
Eid. Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft
2021-2025
Die Forschungsinitiative Blue Green Biodiversity (BGB) untersucht, wie Wasser- und Landökosysteme zusammenwirken und wie sich Umweltveränderungen auf die Biodiversität auswirken, um daraus konkrete Schutzmassnahmen abzuleiten.
Das Projekt Feucht-(Acker-)Flächen (FAF) entwickelt Grundlagen und Entscheidungshilfen für den zukünftigen Umgang mit nassen Ackerflächen. Es zeigt Lösungen im Spannungsfeld von Biodiversität, Gewässerschutz, Klimagasemissionen und landwirtschaftlicher Produktion auf. Dazu werden schweizweit potenzielle Flächen kartiert, Stoffflüsse und Wasserhaushalt analysiert, die Wirtschaftlichkeit bewertet sowie der Zustand und die Förderung der Biodiversität untersucht. Ziel ist es, praxisnahe Optionen für eine nachhaltige Nutzung dieser Flächen bereitzustellen.
In der vorliegenden Studie wurde ein automatisches Entwässerungssystem entwickelt und in einem Laborprototyp betrieben. Ziel unseres Experiments war es, herauszufinden, welche technischen und praktischen Schwierigkeiten bei der Verwendung eines Entwässerungssteuerungsgeräts auftreten und welche Probleme somit seine Verbreitung unter den Landwirten behindern. Besonderes Augenmerk wurde auf mögliche Probleme im Zusammenhang mit der Sedimentation gelegt.
Wasser.Kultur.Landschaft
Kanton Aargau, BLW, EMAC, Brugger+Partner, RaumundZeit, Kanton Schaffhausen
2025-
Das Projekt entwickelt gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren in ausgewählten Fallstudien Lösungen für Wassereinzugsgebiete (EZG). Durch partizipative Prozesse werden standortangepasste Massnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts und zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Der Austausch zwischen Praxis, Verwaltung und Wissenschaft fördert die Entwicklung integraler und langfristig tragfähiger Lösungen.
Das Ressourcenprojekt Slow Water entwickelt und erprobt Massnahmen zur Verbesserung der Wasserrückhaltung in Landwirtschaftsgebieten. Ziel ist es, die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung besser an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen und den Wasserbezug aus Gewässern und der öffentlichen Wasserversorgung zu reduzieren. Dazu werden hydrotechnische und bewirtschaftungsbezogene Massnahmen wie Retentionsbecken, Regenwasserspeicherung, schonende Bodenbearbeitung, Agroforst oder Keyline-Systeme kombiniert und standortgerecht umgesetzt.
Résulterre
BLW, AgriVulg, Amt für Umwelt Kanton Genf, Amt für Landwirtschaft und Natur Kanton Genf
2024-2029
Das Ressourcenprojekt Résulterre im Kanton Genf verfolgt das Ziel, die Bodenqualität zu verbessern und den Aufbau organischer Bodensubstanz zu fördern. Im Zentrum steht ein innovativer, ergebnisorientierter Ansatz: Statt einzelne Massnahmen zu vergüten, werden die erreichten Verbesserungen der Bodenqualität bewertet. Das Projekt setzt auf bewährte Praktiken wie vielfältige Bodenbedeckung, reduzierte Bodenbearbeitung und die Förderung des Humusaufbaus. Gleichzeitig werden die Wirkung auf die Kohlenstoffspeicherung sowie die Akzeptanz und Umsetzung durch die Landwirtschaft untersucht.
Die Wissensplattform von Agripedia bündelt praxisnahes Wissen zum nachhaltigen Wassermanagement in der Landwirtschaft. Sie bietet Informationen und Beispiele zu Themen wie Wasserretention und Infiltration, bodenschonende Bewirtschaftung, Agroforst, effiziente Bewässerung, Wasserspeicherung, klimaangepasste Drainagen sowie klimaresistente Pflanzensorten. Ergänzt werden die Inhalte durch Informationen zu politischen Rahmenbedingungen, aktuellen Trends und Projekten, die Landwirtinnen und Landwirte beim Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels unterstützen.
Das Projekt des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) fördert klimaangepasste Lösungen für den Umgang mit zunehmenden Trockenperioden und Starkregenereignissen. Im Mittelpunkt stehen traditionelle Wässerwiesen sowie weitere Methoden des natürlichen Wasserrückhalts, die dazu beitragen, Wasser länger in der Landschaft zu speichern, die Grundwasserneubildung zu fördern und Hochwasserspitzen abzufedern. Der DVL sammelt Praxisbeispiele aus Deutschland und Europa, stellt Wissen in Form von Steckbriefen und Handlungsempfehlungen bereit und unterstützt die Vernetzung sowie den Erfahrungsaustausch zwischen relevanten Akteurinnen und Akteuren durch Seminare, Exkursionen und Beratungsangebote.
WATERGRID ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprojekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon Europe gefördert wird. Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis entwickelt und erprobt das Projekt das Konzept naturbasierter intelligenter Wassernetze (Smart Water Grids). Ziel ist es, innovative Ansätze für ein integriertes Wasser- und Dürremanagement zu entwickeln und deren Anwendung in verschiedenen europäischen Regionen zu untersuchen. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) beteiligt sich als Projektpartner und bringt seine Expertise zu nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystemen ein.
Klimaanpassung durch Untersaaten im Bioackerbau: Von der Etablierung bis zur Wirkung
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
2026-2030
Das Projekt untersucht, wie Untersaaten in den Biokulturen Mais und Weizen erfolgreich etabliert werden können und welchen Beitrag sie zur Anpassung an zunehmende Wetterextreme leisten. Dabei werden verschiedene Untersaatmischungen, Saatzeitpunkte und Standortbedingungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Hauptkultur, die Bodenbedeckung, die Bodenfeuchte sowie das Wasserinfiltrationsvermögen verglichen. Ziel ist es, das Potenzial von Untersaaten zur Verbesserung des Bodenwasserhaushalts und der Klimaresilienz landwirtschaftlicher Systeme besser zu verstehen und daraus praxisnahe Anbauempfehlungen abzuleiten.
Temporäre Überschwemmungen von landwirtschaftlichen Feldern als Rastplatz für ziehende Limikolen: Suche nach neuen Standorten, Machbarkeit, Entschädigung an den Landwirt
Bundesamt für Landwirtschaft
2025-
Das Projekt «Escales Limicoles et Agriculture» zeigt, wie landwirtschaftliche Flächen zeitweise überflutet werden können, um dringend benötigte Rast- und Nahrungsplätze für ziehende Watvögel (Limikolen) zu schaffen – ohne die landwirtschaftliche Nutzung langfristig einzuschränken. Die saisonalen Feuchtflächen fördern die Biodiversität, lassen sich mit der Bewirtschaftung kombinieren und bieten gleichzeitig Chancen für eine klimaangepasste Wasserbewirtschaftung. Das Projekt entwickelt praxistaugliche Lösungen für die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Naturschutz und Behörden und zeigt, wie solche Massnahmen erfolgreich umgesetzt werden können
MoniTree: Überwachung und Bewertung der Auswirkungen von Bäumen in Agroforstsystemen
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
2025-2026
Das Projekt MoniTree untersucht, wie Agroforstsysteme zur Verbesserung des Bodenwasserhaushalts und zur Anpassung an Trockenheit beitragen können. Gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten in trockenen Regionen Portugals werden kostengünstige Messinstrumente entwickelt, um den Einfluss von Bäumen auf Bodenfeuchte, Temperatur und Kulturpflanzen besser zu verstehen. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis entstehen neue Erkenntnisse zu Baum-Boden-Pflanzen-Interaktionen und praxisnahe Grundlagen für klimaresiliente Agroforstsysteme.
Das EU-Projekt LIFE Future Forest zeigt, wie klimaresiliente Mischwälder mit lebendigen Waldböden zahlreiche Ökosystemleistungen stärken. Durch den Umbau von nadelholzdominierten Wäldern, den Aufbau humusreicher Böden und die Förderung der Bodenbiologie wird das Wasserrückhaltevermögen erhöht, die Grundwasserneubildung unterstützt sowie die CO₂-Speicherung und Biodiversität verbessert.
Das Ressourcenprojekt «Integrales Wassermanagement Thurgau» verfolgt das Ziel, die Effizienz der Nutzung regionaler Wasserressourcen nachhaltig zu steigern – bei gleichbleibender landwirtschaftlicher Produktivität und unter Berücksichtigung der Interessen aller relevanten Anspruchsgruppen.