Wässerwiesen im Hundig
Im Gebiet Hundig südöstlich von Glattfelden wird die jahrhundertealte Kulturtechnik der Wiesenbewässerung neu belebt und mit den Anforderungen des heutigen Natur- und Artenschutzes verbunden. Während Wässerwiesen früher in erster Linie höhere und sicherere Heuerträge ermöglichten, steht heute die Förderung seltener Pflanzen- und Tierarten im Vordergrund.
Nördlich der Glatt entstand schrittweise ein System aus Wässerwiesen, Gräben, Kanälen und unterschiedlich feuchten Lebensräumen. Zusammen mit bereits realisierten Mager- und Trockenwiesen sowie einer geplanten ökologischen Aufwertung der Glatt soll sich ein vielfältiges Mosaik aus Kultur- und Naturlandschaft entwickeln. Ein rund sechs Meter hohes Wasserschöpfrad hebt das Wasser aus der tiefer liegenden Glatt in das Bewässerungssystem.
Neben der ökologischen Aufwertung verfolgt das Projekt auch ein kulturhistorisches Ziel: Das Wissen über die traditionelle Wiesenwässerung soll erhalten und praktisch weitergegeben werden. Ein Team von Wässerwarten sorgt für den Unterhalt des Wasserrads und wird in Zukunft auch die Bewässerung übernehmen. Ein Themenweg macht die historische Bewässerungsmethode und die besondere Wiesenlandschaft für Schulklassen, Familien, Vereine und Spaziergängerinnen und Spaziergänger erlebbar.
Erfolgsfaktoren / Erfahrungen
- Tradition und Naturschutz verbinden: Die historische Wiesenwässerung wird nicht nur rekonstruiert, sondern gezielt an heutige Anforderungen der Artenförderung angepasst.
- Umsetzung etappenweise planen: Die Aufteilung in zwei Etappen ermöglicht eine Realisierung entsprechend den verfügbaren finanziellen Mitteln.
- Technik zunächst erproben: Der Testabschnitt mit provisorischer Wasserzufuhr lieferte wichtige Erkenntnisse zur benötigten Wassermenge und zur geeigneten Bauweise der Kanäle.
- Unterschiedliche Wasserstände schaffen: Vertiefungen, Flachwasserzonen und temporär wasserführende Bereiche bieten Lebensräume für Arten, die auf wechselnde Bedingungen angewiesen sind.
- Hauptkanal als Lebensraum gestalten: Der ganzjährig wasserführende Kanal erfüllt neben der Wasserverteilung auch eine ökologische Funktion für Wasserpflanzen, Amphibien und Libellen.
- Historisches Wissen praktisch sichern: Mit einem Wässerwart-Team soll das erforderliche Erfahrungswissen langfristig bewahrt und weitergegeben werden.
- Technische Lösungen mit Modellen testen: Ein Modell im Massstab 1:5 half bei der Entwicklung des heutigen Wasserschöpfrades.
- Naturerlebnis und Vermittlung einbeziehen: Ein Themenweg mit Informationsposten, das vorhandene Wegnetz und ein vielfältiges Exkursionsangebot machen das Projekt für unterschiedliche Besuchergruppen zugänglich.
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Testphase @VereinWässerwiesen -

Wässerung Hauptkanal @VereinWässerwiesen -

Verteilbauwerk mit Schieber @VereinWässerwiesen -

Flutmulde @VereinWässerwiesen -

Wasserschöpfwerk @RobertSand
Kurzbeschrieb
Standort
Stand
- in Umsetzung,
- umgesetzt
Kontakt
Projektpartner
- quadra GmbH
- Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich
Kosten und Finanzierung
Das Projekt wird finanziell getragen durch:
- Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, EKZ
- Ernst Göhner Stiftung
- Flughafen Zürich
- Zürcher Kantonalbank
- Schwzyer Winiker Stiftung
- ewz naturemadestar Fonds
- Fonds Landschaft Schweiz
- Kanton Zürich Lotteriefonds
- Symphasis
- Gemeinde Glattfelden
- Gossweiler Ingenieure AG
- Kulturprozent Migros Zürich
- Otto Gamma-Stiftung
- Paul Schiller Stiftung
- Rudolf und Romilda Kägi-Stiftung
- Sophie und Karl Binding Stiftung
- Stierli-Stiftung
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL)
- Stiftung Temperatio
- Stotzer-Kästli-Stiftung
- Wolfermann-Nägeli-Stiftung
- Stiftung helvetiflora
Projektpläne
Externe Links