hof aebleten

Das 2023 realisierte Keyline-System baut auf den Erfahrungen des 2018 umgesetzten Systems auf den Aebleten in Meilen auf, das als eines der Pionierprojekte für Keyline-Systeme in der Schweiz gilt. Die hangparallel angelegten Gräben wurden anhand von GIS-Daten und LiDAR-Aufnahmen geplant und auf die Arbeitsbreite der eingesetzten Maschinen abgestimmt. Beim Bau wurden sie mit dem Bagger zentimetergenau ausgehoben. Dadurch kann das Wasser gezielt verlangsamt, über die Fläche verteilt, zur Versickerung gebracht oder gespeichert werden.

Die Regulierung des Wassers wird fortlaufend verbessert. Inzwischen kommen dafür kleine Mönche aus Beton zum Einsatz, mit denen sich der Wasserstand und der Abfluss einfacher steuern lassen. So verbindet das System den Wasserrückhalt mit der landwirtschaftlichen Nutzung und schafft gleichzeitig Möglichkeiten zur Förderung der Biodiversität.

Erfolgsfaktoren / Erfahrungen

  • Auf Erfahrungen aufbauen: Das System von 2023 übernimmt die Erkenntnisse aus dem Pionierprojekt von 2018 und entwickelt dessen Funktionsweise weiter.
  • Präzise Datengrundlagen nutzen: GIS-Daten und LiDAR-Aufnahmen ermöglichen eine genaue Planung der hangparallelen Gräben.
  • Zentimetergenau umsetzen: Der präzise Aushub ist entscheidend, damit das Wasser an den vorgesehenen Stellen verlangsamt, verteilt, versickert oder gespeichert wird.
  • Landwirtschaftliche Nutzung berücksichtigen: Die Abstände der Gräben sind auf die Arbeitsbreite der eingesetzten Maschinen abgestimmt.
  • Hohen Wasserrückhalt ermöglichen: Im Winter können schätzungsweise bis zu 80 Prozent des Wasservolumens auf der Fläche zurückgehalten werden, sofern dies gewünscht ist.
  • Erosion stark reduzieren: Wasserbedingte Erosion tritt seit der Umsetzung kaum noch auf.
  • Biodiversität und Produktion verbinden: Ökologische Aufwertungen lassen sich innerhalb einer produktiv genutzten landwirtschaftlichen Fläche umsetzen.

Kurzbeschrieb

Auf einer Fläche von 1,7 Hektaren wurde ein Keyline-System mit rund 750 Metern Retentionsgräben umgesetzt. Die Gräben können individuell reguliert werden und fördern die Versickerung sowie den Wasserrückhalt; bei hohen Wasserständen erfolgt eine Notentwässerung in einen nahegelegenen Bach. Ergänzt wird das System durch eine biodiversitätsfördernde Bepflanzung mit Nussbäumen, extensiven Wiesen, Hecken, Biodiversitätselementen und einer Getreidekultur.

Standort

Aebletenweg 32, 8706 Meilen

Stand

  • umgesetzt

Kontakt

Minga vo Meilen
Lukas
van Puijenbroek

Projektpartner

  • Baumfeldwirtschaft GmbH, Philipp Gerhardt

Kosten und Finanzierung

CHF 40’000 exkl. Pflanzungen. Finanzierung via Landschaftsqualitätsbeiträge Kanton Zürich.

Projektpläne

Externe Links