BDA’s am Rossgrabenbach
Am Rossgrabenbach werden seit 2018 verschiedene naturnahe Querstrukturen («Leaky Dams») entwickelt und erprobt, darunter auch Biberdamm-Analogs (BDAs). Ziel des Projekts ist es, den Wasserabfluss zu verlangsamen, Wasser lokal zurückzuhalten und den heute tief eingeschnittenen Bach langfristig wieder näher an das natürliche Geländeniveau zu bringen. Dadurch soll sich die Verbindung zwischen Bach und Aue schrittweise verbessern und gleichzeitig der Gewässerlebensraum ökologisch aufgewertet werden. Das Projekt dient als Pionier- und Versuchsstrecke, auf der unterschiedliche Bauweisen unter Praxisbedingungen getestet und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Erfolgsfaktoren / Erfahrungen
- Jene «leaky dam» Bautypen, welche eine Unterströmung der Querstrukturen ermöglichen und daher erst bei höheren Abflüssen anspringen, bringen zwar eine effiziente Abflussverzögerung, heben aber eine unnatürlich eingetiefte Sohlenlage nicht an. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds sowie Geschiebetransport führen sie lokal zu Kolken, bzw. zu weiterer Eintiefung. Bei Projektziel «Sohlenanhebung» sind unterströmbare Bautypen wie gerinnequerende Stämme / Totholzwälle entsprechend spärlich einzusetzen.
- Für Sohlenanhebung (Wiederherstellung laterale Konnektivität) ist eine Unterströmung der Querstrukturen zu minimieren/auszuschliessen, indem im Untergrund eingebundene «leaky-dam» Bauytpen wie BDAs zielführend sind.
- Die Erfahrung aus der dritten Generation (BDAs 2025 mit Holzwollematte und vertikal als Lebendverbau gesteckten Weiden) sind sehr positiv punkto Sohlenerhöhung für Bäche mit sehr geringer Wasserführung. Die Etablierung eines Lebendverbaus als Querstruktur (Ziel: Erhöhung Lebensdauer des BDA-Flechtwerks) hat funktioniert (vermutlich gelingt dies v.a. bei Bächen mit geringer Wasserführung).
- Die Erfahrung vom Rossgrabenbach zeigt, dass das Ziel Sohlenerhöhung (Wiederherstellung laterale Konnektivität) in geeigneten Gewässern mit nur wenig Maschineneinsatz (hauptsächlich Handarbeit) erreicht werden kann, indem jeweils auf dem Niveau der vorangehenden Massnahmen weitere Generationen von BDAs erstellt werden. BDAs eignen sich somit für «process based restoration».
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Bestand erste Generation Leaky Dams @NielsWerdenberg -

Einbau BDAs zweite Generation @NielsWerdenberg -

BDAs zweite Generation @NielsWerdenberg -

Dritte Generation BDAs @NielsWerdenberg
Kurzbeschrieb
Standort
Stand
- umgesetzt
Kontakt
Projektpartner
- Verein Süri Hofkultur, Grundeigentümer A. Widmer
- Emch+Berger AG Bern
- Arbeitsgruppe BDA Schweiz
Kosten und Finanzierung
Kostensumme nicht eruiert. Finanzierung durch Verein Süri Hofkultur.
Projektpläne
Externe Links